Landesbauernverband will Unterstützung bei Mehrgefahrenversicherung

Angesichts erneuter Ernteausfälle hat der sächsische Landesbauernverband eine Versicherung mit bezahlbaren Prämien gefordert. Sinnvoll wäre eine Mehrgefahrenversicherung mit einer staatlichen Anschubfinanzierung, die neben Frost-, Hagel-, Sturm- und Starkregen- auch Dürreschäden absichert, erläuterte der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB), Torsten Krawczyk am Dienstag in Großweitzschen (Mittelsachsen). Nach dem dritten Jahr in Folge mit Wetterextremen erwartet der Verband für 2020 eine unterdurchschnittliche Getreideernte.


Dabei gibt es laut SLB große regionale Unterschiede. In Nordsachsen und in der Oberlausitz gebe es bis in tiefere Bodenschichten ein großes Wasserdefizit, anderorts bereiteten extreme Wetterlagen mit Spätfrösten oder Starkniederschlägen den Landwirten große Probleme. «Wir haben Betriebe, da läuft es ertragsmäßig im Durchschnitt gut. Andere hingegen sind existenziell bedroht oder deren Liquidität ist nicht mehr gesichert», betonte Krawczyk. Er verwies insbesondere auf die Wintergerste mit teilweise bis zu 80 Prozent Ernteverlusten vor allem auf sandigen Böden. Darüber hinaus habe der Frost bei Weizen, Roggen und Mais gebietsweisen Schaden, bis zum Totalausfall, angerichtet.

Weitere Meldungen Otte-Kinast: In jeden Landkreis gehört ein Schlachthof
Sachsen will Erwerb von Flächen für ortsansässige Bauern erleichtern