Schulze kritisiert Kompromiss für die Schweinehaltung

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat gerade beschlossene neue Regeln für die Schweinehaltung in Deutschland kritisiert. Der jetzt mit dem Bundesrat gefundene Kompromiss könne aus ihrer Sicht «nicht das letzte Wort sein», sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch. «Acht Jahre Übergangszeiten, um von den jetzigen Kastenständen ohne jede Bewegungsmöglichkeit für die Tiere wegzukommen, ist eine zu lange Zeit.»


Die Länderkammer hatte in der vergangenen Woche einem Kompromiss zugestimmt, der das Fixieren von Sauen in engen Metallrahmen deutlich beschränken soll. So sollen Kastenstände im Deckbereich der Ställe nach einer Übergangszeit von acht Jahren nicht mehr zulässig sein - Sauen sollen nur noch direkt bei der Besamung fixiert werden dürfen. Generell soll eine Gruppenhaltung mehr Platz im Stall gewährleisten. Über eine Neuregelung gab es langen Streit. Mehrere Länder hatten schließlich einen Kompromiss initiiert, den auch Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) unterstützte.

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